

Leukämie (CML)
Chronische myeloische Leukämie – Ein gut behandelbarer Blutkrebs
Die chronische myeloische Leukämie (CML) ist ein Blutkrebs, der durch die un- kontrollierte Vermehrung bestimmter weißer Blutzellen entsteht. Diese blutbildenden Stammzellen sind ein wesentlicher Teil des Immunsystems. Myeloisch bedeutet, dass die entarteten Zellen aus dem Knochenmark stammen.
Ursache ist eine Schädigung im Erbgut dieser Zellen. Der Gendefekt der Blutzellen ist bei den meisten Patienten mikroskopisch als Philadelphia-Chromosom erkennbar. Das Philadelphia-Chromosom führt dazu, dass ein Protein (Bcr-Abl) entsteht, das die unkontrollierte Vermehrung auslöst.
Pro Jahr erkranken in Deutschland durchschnittlich etwa 1.200 Patienten neu an CML.
Krankheitsverlauf in drei Phasen
Die Krankheit zeigt häufig keine Symptome oder äußert sich zunächst in unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Gewichtsverlust oder Nacht- schweiß. Nach einer chronischen stabilen Phase, die mehrere Jahre dauern kann, beschleunigt sich in der zweiten Phase plötzlich der Krank- heitsverlauf (akzelerierte Phase). In der dritten, akuten Phase (Blastenkrise) versagt schließlich das Immunsystem und die Patienten versterben meist innerhalb weniger Monate.
Diagnose und Therapiemöglichkeiten
Das Blutbild liefert erste Hinweise auf das Vorliegen einer CML, z. B. eine erhöhte Anzahl an weißen Blutkörperchen. Bei einer klinischen Un- tersuchung wird meist eine Milzvergrößerung festgestellt. Doch nur durch die Untersuchung einer Gewebeprobe aus dem Knochenmark (Zytogenetik) kann die CML in der Regel sicher diagnostiziert werden. Bei einigen Patienten ist jedoch eine molekularbiologische Untersuchung des Blutes in den Blutgefäßen (Polymerasekettenreaktion, PCR) zum Nach- weis der Erkrankung notwendig.
Eine Chance auf Heilung besteht nur bei einer Stammzelltransplan- tation. Diese kommt jedoch nicht für alle Patienten in Frage und ist zudem mit erheblichen Risiken verbunden. Daher werden viele Patienten dauerhaft mit Medikamenten behandelt.
Moderne Medikamente, so genannte Tyrosinkinasehemmer, zeigen eine hohe Wirksamkeit bei gleichzeitig guter Verträglichkeit und können die Krankheit über viele Jahre stabilisieren.
Tyrosinkinasehemmer unterbinden krankhafte Zellvermehrung
Von Novartis gibt es zwei Tyrosinkinasehemmer, die gezielt gegen die Ursache der CML wirken. Sie verhindern, dass das Protein Bcr-Abl, das die CML auslöst, seine schädliche Wirkung entfalten kann und hemmen dadurch die krankhafte Zellvermehrung.
Der eine Tyrosinkinasehemmer wird in der Erstlinientherapie bei neu diagnostizierten CML-Patienten eingesetzt. Von dieser Erstlinientherapie profitieren nahezu alle Patienten dauerhaft über viele Jahre. In einigen Fällen kann sich jedoch eine Resistenz oder Unverträglichkeit entwickeln. Für diese Patienten steht ein weiterer Tyrosinkinasehemmer von Novartis für die Zweitlinientherapie zur Verfügung.
Nur wenn die Medikamente regelmäßig und in der verordneten Dosierung eingenommen werden, können Sie ihre Wirkung kontinuierlich entfalten und die unkontrollierte Teilung der Krebszellen verhindern. Die Therapietreue (Compliance) ist daher wichtig, um einen dauerhaften Therapieerfolg zu gewährleisten.
Informationsbroschüre CML für Patienten
Weitere Informationen finden Sie unter
Leben mit CML
Diese Internetseite von Novartis Oncology informiert über das Krankheitsbild der chronischen myeloischen Leukämie, ihre Diagnose und Therapie. Patienten und Angehörige können kostenlos Broschüren zum Thema bestellen.
Kostenfreie CML-Hotline
Haben Sie weitere Fragen? Dann rufen Sie die CML-Hotline von Novartis unter 0800 / 045 48 32 an (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz und Mobilfunknetz).
Informationen für Fachkreise
Glossar

Medizinisches Kauder- welsch? Gerne erklären wir Ihnen die Fachbegriffe.
CML-Hotline

Haben Sie Fragen zu CML? Dann rufen Sie die CML-Hotline von Novartis unter 0800 / 045 48 32 an (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz und Mobilfunknetz).