

GEP-NET
Neuroendokrine Tumoren (NET)/Gastro-Entero-Pankreatische Tumoren (GEP)
Neuroendokrine Tumoren, abgekürzt NET, entstehen aus Zellen, die Eigenschaften von Nervenzellen (neuro-) besitzen sowie die Funktion von inneren Drüsen (endo- krin) ausführen. Die meisten neuroendo- krinen Tumoren kommen im Magen-Darm-Bereich vor und werden daher auch als gastro-entero-pankreatische (GEP)-NET bezeichnet.
Die Buchstaben GEP stehen für die Organe, an denen sich diese Tumo- ren am häufigsten entwickeln:
Gastro = Magen
Entero = Darm
Pankreas = Bauchspeicheldrüse
Bezogen auf 100.000 Einwohner werden in Deutschland pro Jahr nur ca. zwei Neuerkrankungen diagnostiziert. Viele neuroendokrine Tumoren sind gutartig. Selbst bösartige Tumoren wachsen oft langsam, so dass Betroffene häufig eine sehr gute Prognose haben.
Aktive NET produzieren übermäßig Hormone
Das Besondere der neuroendokrinen Tumoren ist, dass sie Botenstoffe (Hormone) produzieren können. Die erhöhte Hormonkonzentration wirkt sich auf andere Organe aus und kann charakteristische Symptome erzeugen.
Am bekanntesten ist das Karzinoid-Syndrom, bei dem Patienten unter häufigen Durchfällen und starken Gesichtsrötungen (Flush) leiden. Ein weiteres Beispiel ist das Insulinom, bei dem zu viel Insulin ausgeschüttet wird, was zu einem gefährlichen niedrigen Blutzuckerspiegel führt (Unterzuckerung).
Die hormonproduzierenden Tumoren nennt man auch funktionell aktive NET. Sie unterscheiden sich von den häufigeren funktionell inaktiven NET, bei denen keine hormonbedingten Symptome auftreten. Letztere werden bei einer ärztlichen Untersuchung oft zufällig gefunden oder dann, wenn das Tumorwachstum zu Beschwerden durch eine Verdrängung benach- barter Organe oder Gewebe führt.
Diagnose von NET
Die NET erfordern aufgrund ihrer Vielfältigkeit unterschiedliche Diagno- semethoden. Neben bildgebenden Verfahren wie der Computertomogra- fie (CT) bzw. Magnetresonanztomographie (MRT), Szintigraphie oder Ultraschall werden auch spezielle Labormethoden angewandt. Einen wich- tigen Hinweis für GEP-NET liefert der Nachweis von Chromogranin A, einem bestimmten Protein im Blut, das von Tumorgeweben hergestellt wird (Tumormarker). Auch Veränderungen im pH-Wert der Magensäure und die Blutzuckerwerte können Hinweise auf eine Tumorerkrankung geben.
Therapiemöglichkeit mit Somatostatin-Analoga
Aufgrund der Befunde wird die geeignete Therapie festgelegt. Neuro- endokrine Tumoren sollten durch eine Operation möglichst vollständig entfernt werden. Ist das nicht möglich, können Medikamente weiter- helfen.
Von Novartis gibt es Arzneimittel, die die übermäßige Hormonaus- schüttung der Tumoren hemmen und dadurch das Tumorwachstum kontrollieren.
Erste Wahl in der medikamentösen Therapie der GEP-NET sind die Somatostatin-Analoga. Hier gibt es zwei Darreichungsformen: Die kurz wirksamen Somatostatin-Analoga müssen meist zwei- bis drei- mal täglich selbst gespritzt werden; in der Regel können die Patienten dies nach einer Schulung selbst durchführen. Die Entwicklung der Depotform, die das Medikament langsam an den Körper abgibt, stellt eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität der Patienten dar. Die Depotform wird nur noch einmal monatlich durch den Arzt oder medizinisches Fachpersonal verabreicht.
Somatostatin-Analoga-Therapie: Sicher und bequem - jetzt auch zu Hause!
Der neue, kostenfreie SanService von Novartis trägt zu einer weiteren Entlastung der Patienten bei. Qualifizierte und speziell geschulte Pflege- kräfte kommen zu den Patienten nach Hause, um das Novartis Depot-Somatostatin-Analogon vor Ort zu verabreichen. Das Medikament bringen die Pflegekräfte nach Übergabe des Rezeptes gleich mit.
Die SanService-Mitarbeiter arbeiten in enger Absprache mit dem behan- delnden Arzt.
Informationsbroschüre Neuroendokrine Tumoren für Patienten
Informationsbroschüre Ernährung für NET-Patienten
Informationsbroschüre SanService für Patienten
Weitere Informationen finden Sie unter
Leben mit NET
Diese Internetseite von Novartis Oncology informiert über die Erkrankung Neuroendokrine Tumoren, ihre Diagnose und Therapie. Patienten und Angehörige können kostenlos Broschüren zum Thema bestellen.
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