

Eisenüberladung
Eisenüberladung durch regelmäßige Bluttransfusionen - Zuviel Eisen ist schädlich
Viele Patienten mit bestimmten Erkrankungen wie Anämie (Blutarmut), myelodysplastisches Syndrom (MDS), Thalassämie oder Sichelzell- anämie müssen in Rahmen ihrer Therapie regelmäßig Bluttransfusionen erhalten. Diese Transfusionen sind oft lebenslang nötig und sorgen dafür, dass die Patienten ausrei- chend „gesundes“ Blut haben. Jedoch erhal- ten die Patienten mit jeder Transfusion, zusammen mit den roten Blutkörperchen, auch Eisen.
Da der Körper keine Möglichkeit hat, das Eisen aktiv wieder auszu- scheiden, reichert es sich mit jeder Bluttransfusion an.
Eisenüberladung kann lebensbedrohlich sein
Eisen ist für den Körper lebenswichtig und ungiftig. Normalerweise wird der größte Teil des Eisens im Blut von Transport- und Speichermolekülen gebunden. Liegt zu viel Eisen vor, sind nicht mehr genug Moleküle vor- handen, die das Eisen binden können. Dies wird als Eisenüberladung (auch Eisenintoxikation) bezeichnet. Eine solche Eisenüberladung kann bereits nach ca. 20 Bluttransfusionen auftreten.
Als Folge lagert sich das Eisen in Organen wie Leber, Herz, Lunge und Bauchspeicheldrüse ab. Leberzirrhose, Herzschwäche, Diabetes und andere lebensbedrohliche Erkrankungen können sich entwickeln und können zum Tod der Betroffenen führen.
Ungebundenes Eisen fördert zudem die Bildung von Sauerstoffradikalen. Diese freien Radikale können wichtige Moleküle im Körper, Zellstrukturen und sogar die Erbsubstanz schädigen.
Um eine Eisenüberladung rechtzeitig zu erkennen, sollte bei Patienten mit erhöhtem Risiko regelmäßig (mindestens alle drei Monate) das Serumferritin durch den behandelnden Arzt gemessen werden. Steigt der Wert über 1.000 ng/ml, liegt bereits eine Eisenüberladung vor, die behandelt werden sollte.
Eisenchelatoren entfernen überschüssiges Eisen
Eine Eisenüberladung kann mit Medikamenten (Eisenchelatoren) behandelt werden, die das überschüssige Eisen im Körper binden und über den Urin oder Darm ausscheiden. Den Prozess der Eisenbindung bezeichnet man als Chelatbildung. Wichtig ist dabei, dass die Eisen- chelatoren ihre Wirkung im Körper möglichst kontinuierlich, also 24 Stunden am Tag, entfalten.

Seit den 70er Jahren gibt es einen Eisenchelator, der täglich über mehr- stündige Infusion verabreicht wird – eine Therapie die aufwändig ist und belastend sein kann. Novartis hat ein gut verträgliches und sehr wirk- sames neues Präparat entwickelt, dass nur einmal täglich oral einge- nommen werden muss. Bei dauerhafter und konsequenter Therapie gelingt es damit, das Eisen wieder aus dem Körper zu entfernen.
Damit leistet Novartis einen wichtigen Beitrag, die schwerwiegenden Folgen der Eisenüberladung zu verhindern und gleichzeitig die Lebensqualität der betroffenen Patienten zu erhöhen.
Informationsbroschüre "Ein Leben mit Eisenüberladung" für Patienten
Weitere Informationen finden Sie unter
Leben mit Transfusionen
Diese Internetseite von Novartis Oncology informiert über die Erkrankung transfusionsbedingte Eisenüberladung, ihre Diagnose und Therapie.
www.leben-mit-transfusionen.de
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